Returning Tairona Goldworks to the Kogi People
Culture & Development aims to support endangered cultures according to the demands of UNESCO. One of our main concerns is to return cultural property to their traditional owners, particularly hallows of living, indigenous peoples and religions that were stolen in the wake of European colonialism. Since 2010 we have been dealing with the special case of the famous Tairona goldworks which are still sacred to their descendants, the Kogi people. The majority of these relics was stolen from temples and tombs and acquired by western art collectors, causing tremendous grief amongst their traditional owners.
With financial support from the German Dohmen Collection for Contemporary Art we were able to identify such goldworks on the art market and to purchase and return them to their traditional owners in Colombia. These hallows are now part of their designated, religious practice and worshipped amidst their people once again. Christoph Balzar (curator) and Hanune Shalati (philosopher) accompanied the process of this restitution as scientific and artistic researchers. During their work they could verify that the Kogis’ religious ceremonies depend on the ownership of the Tairona goldworks. To us this is the main argument why such unique artefacts do not belong into western art collections. The interviews, discussions and ceremonies documented during the process of this restitution are going to be published as literary essays and mixed-media exhibitions in the near future.
Four years before the return of those hallows another NGO had started to prepare a network of valuable contacts that made our work possible: The Dutch Stichting Kleinschalige Ontwikkelingsprojekten (SKOP) had collected considerable quantities of gold and donated them to the Kogi people, thus enabling them to produce the first goldwork since the expulsion of their ancestors by the spanish crown. Their plans to revive the traditional craft of working with gold have inspired us.
We want to support the Kogi in this endeavor by providing them with Tairona originals as models for new goldworks. With them they cannot only study the iconographic language of their ancestors and their traditional production processes, they are also the only ones who can safeguard those artefacts’ religious and cultural significance. In this endeavor they deserve support. We were asked to make further purchases of their heritage on their behalf, currently the only way to return what was lost. Please contact us for detailed information on how you or your enterprise can help:
Christoph Balzar: cb(at)cultureanddevelopment.org
Hanune Shalati: hs(at)cultureanddevelopment.org
...and visit SKOP: www.kogi-gold.com

Die Rückgabe von Tairona-Goldarbeiten an das Volk der Kogi
Als Vertreter des Fördervereins Culture & Development e.V. haben wir es uns zum Ziel gesetzt, bedrohte Kulturen gemäß den Forderungen der UNESCO zu unterstützen. Eines unserer Hauptanliegen ist es, im Zuge des europäischen Kolonialismus geraubte Kulturgüter ihren traditionellen Eigentümern wieder zu beschaffen, insbesondere dann, wenn es sich um Heiligtümer lebender Kulturen und Religionen handelt.
Seit 2010 beschäftigen wir uns mit dem Fall der berühmten Goldarbeiten der Tairona, welche für deren Nachfahren vom Volk der Kogi bis heute heilig sind. Der Großteil dieser Reliquien wurde - sehr zum Leidwesen dieser Kultur - aus Tempelanlagen und Gräbern geraubt und an westliche Kunstsammler verkauft. Mit finanzieller Unterstützung der Dohmen Collection aus Aachen gelang es uns 2010 solche Goldarbeiten auf dem Kunstmarkt ausfindig zu machen, sie anzukaufen und ihren traditionellen Eigentümern nach Kolumbien zurück zu bringen. Diese Heiligtümer sind nun wieder Teil ihrer designierten, religiösen Praxis in der Mitte ihres Volkes.
Christoph Balzar (Kurator) und Hanune Shalati (Philosoph) begleiteten den Prozess der Restitution wissenschaftlich und künstlerisch forschend. Im Zuge dessen konnten sie dokumentieren, was diese Heiligtümer für die Kogi bis zum heutigen Tag bedeuten. Die Tatsache, dass sie von ihren traditionellen Eigentümern dringend für religiöse Zwecke gebraucht werden, ist für uns das Hauptargument, warum solche Unikate nichts in Kunstsammlungen verloren haben, sondern den Kogi als deren rechtmäßige Eigentümer zustehen. Die Interviews, Gespräche und Zeremonien, die während dieser Rückführung entstanden, werden gegenwärtig aufgearbeitet, um in Kürze in Form von Dokumentationen, Publikationen und mixed-media Ausstellungen veröffentlicht zu werden.
Schon vier Jahre vor unserer ersten Begegnung mit den Kogi arbeitete eine andere NGO bereits mit ihnen zusammen und half uns mit ihren Kontakten und Know-How die Rückführung der besagten Heiligtümer zu verwirklichen. Die holländische Stichting Kleinschalige Ontwikkelingsprojekten (SKOP) hatte durch einen Spendenaufruf im Jahr 2007 den Kogi beträchtliche Mengen des Materials Gold zukommen lassen. Dadurch ermöglichte sie ihnen die Anfertigung der ersten Goldarbeit seit der Vertreibung ihrer Ahnen durch die spanische Krone. Ihre Pläne, die Kogi bei einer Renaissance ihrer traditionellen Goldschmiedezunft zu unterstützen, haben uns dazu gebracht, den Ankauf und die Rückgabe gestohlener Heiligtümer in einem größeren Zusammenhang zu denken.
Wir können die Kogi unterstützen, indem wir ihnen mit Tairona-Originalen alte Vorbilder für neue Goldarbeiten liefern. Mit ihnen können sie nicht nur komplexe Herstellungsverfahren und die Formsprache ihrer Ahnen studieren; sie sind auch die einzigen, die dadurch deren religiöse und kulturelle Bedeutung bewahren können. Die Renaissance der Tairona-Goldschmiedezunft durch ihre Nachfahren vom Volk der Kogi kann eine Zäsur ihrer kulturellen Desintegration bedeuten.
Wir wurden gebeten, uns in ihrem Namen um weitere Ankäufe ihres Kulturerbes zu bemühen. Auf unserer Homepage finden Sie ausführliche Informationen, wie auch Sie oder Ihr Unternehmen dabei helfen können.
Christoph Balzar: cb(at)cultureanddevelopment.org
Hanune Shalati: hs(at)cultureanddevelopment.org
...und besuchen Sie auch SKOP: www.kogi-gold.com
